Nach dem Pinguin-Update: SEO ist ein Premium-Saunaclub

Da kommt nicht jeder mit Leichtigkeit rein… Seit 2009 mache Ich SEO und hatte meine Höhen und Tiefen. Nach dem letzten Google Update sind etwa 90% meiner Seiten (das sind genau 6231 Nischenseiten rund um das Thema Haarausfall) im Nirvana verschwunden.

Zwar kann man noch mit gewissen Tricks seine Rankings zurückholen (Stichwort: 301 redirects), doch das wäre mir gerade jetzt zu viel Arbeit und Aufwand. Etwas Neues muss her. Etwas, was den Menschen wahren Nutzen bringt und das Potenzial hat, viral zu gehen. Wenn Du jetzt gerade im Internet Marketing einsteigst und eine Bankroll hast, die Du einzig und allein für Online Marketing aufopfern kannst, dann fang besser nicht mit SEO an… Paid Traffic ist in meinen Augen derzeit der einzig echt schnelle Weg, um noch Geld zu machen. Doch willst Du das? Willst Du nach jeder abgestürzten Kampagne hustlen wie ein Drogendealer, dem seine Kundschaft ausgeht? Vermutlich ja, denn Ich unterstelle Dir, dass auch Du dich nicht unbedingt den Naturgesetzen des Arbeitsmarktes unterordnen willst.

Alle sind traurig
Pinguin-Update: Bist Du auch traurig?

Der Blackhat-Lifestyle hat seine Vor- und Nachteile. Viel Geld ist drin – für manche. Doch um wirklich zu banken, musst Du die Trends riechen, bevor sie noch den Pups abgelassen haben. Pinterest-Marketer (Spammer, die Programme zum automatischen Pinnen von Affiliatestuff nutzen), die heute 1k pro Tag aus den kaufwilligen Mädels ziehen, haben die Plattform schon vor Monaten besetzt. Eigentlich ziemlich ohne langfristige Perspektive, denn Pinterest entwickelt sich dadurch immer mehr zur Afflink-Leiche. Und falls Du ein Pinterest-Spammer bist: Hattest Du schon mal eine Freundin? Ist Dir aufgefallen, dass sie sogar mit dem Rücken zu Dir gewendet bemerkt, dass Du der vorbeigehenden Blondine auf den Arsch starrst? Apell an Dein Gehirn: Pinterest ist voller Frauen…. DIE RIECHEN JETZT SCHON AFFILIATE LINKS.

Doch zurück zum Premium-Saunaclub. Um in SEO erfolgreich zu sein, musst Du von SEO unabhängig erfolgreich sein. Genau das will Google von uns – wir sollen uns um verdammt guten Content kümmern. Wenn Du vor der Tür stehst, soll der Türsteher dich nicht aufgrund der auf Deiner Stirn tätowierten latent-semantischen Begriffe um Eintritt bitten. Er soll ehrfürchtig auf Deine Fame-Klöten herabblicken, die sich unter der engen Hose abzeichnen.

Facebook hat immer noch das Potential, dein Portemonnaie zu sprengen. Ich werde in nächster Zeit nur noch an folgenden Arten von Projekten arbeiten:

  1. Hybridarten von SEO in Kombination mit Facebook: Websites erstellen und mit Facebook pushen. Das Bedarf ein wenig Geschick und guten Content (wie hier), den Leute natürlich freiwillig ohne XSS von sich aus verlinken.
  2. Email-Marketing: L33ts sammeln. Lässt sich in jede Art von Projekt integrieren und sorgt per Knopfdruck (Emails mit Affiliate Links) beim nächsten SEupdate für das nötige Kleingeld.
  3. Forum: Ich rede nicht von Forenspam oder Forenmarketing. Ich suche mir ein Thema, bei dem Ich mich blendend auskenne (oder mich darin weiterbilden werde) und baue eine HAMMER-Community auf. Das kann man dann zum Beispiel auch mit #2 kombinieren 😉 Kosten sind etwas höher als bei den kleinen Nischenseiten, die man vor Pinguin noch systematisch raushauen konnte… Aber auf lange Sicht schaffst Du durch Dein Wissen Werte, von denen hoffentlich viele Menschen lange Zeit profitieren können. Zum Aufbau des Forums verwende Ich vBulletin (vbSEO habe Ich auch gekauft… nur ob es jetzt noch wirklich effektiv ist?) und hoste das Ganze auf einem stabilen VPS. Monatliche Fixkosten liegen dann bei etwa 30 Euro.

SEO und das Branding

Eine Feststellung, die Ich nach Pinguin gemacht habe, ist die Tendenz zum Belohnen von Brandseiten. Alles, was nach „Hey, ich bin eine Exact Match Domain! Belohn mich belohn mich! Rank mich für die Startseite so, wie mein Name ist Alter!“ riecht, wurde (zumindest bei mir) abgestraft. Wenn Du also frisch einsteigen oder Dir eine komplett neue Präsenz aufbauen möchtest, sind Authoritysites angesagt.

Wenn Ich ein Webcoder wäre, würde Ich jetzt eine neue Clickbank-Membershipsite erstellen mit dem Titel „Pinguname-Generator XXL“ oder so ähnlich. Dort könntest Du Dein gewünschtes Keyword eintragen und einen passenden Domainnamen bekommen, mit dem Du vielleicht ranken kannst. Eine kostenlose Probe für das Keyword „Private Krankenversicherung“ wäre z.B.: „PKVkingz, Privakra, Krankesdingdu, hajkwoliti-pkv, usw…“ (sorry wenn Ich an dieser Stelle eine bestehende Marke tangiere, hab nicht wirklich geschaut ob es das schon gibt).

Falls Du mit deinen Nischenseiten nicht mehr in den Premium-Saunaclub reinkommst, hast Du immer noch folgende Arbeitsfelder, in denen Du mindestens genau so viel Geld wie mit SEO verdienen kannst:

  • Zuhälter (baue eigenen Algorithmus der spamfreundlicher ist)
  • Drogendealer (SEO on Crack – Programmiere den XRumer-Nachfolger)
  • Manager
  • Reicher Sohn

…. oder Du stellst beim nächsten Toilettengang fest, dass Du Diamanten produzierst.

Ein Trostpflaster – Weniger Konkurrenz

An sich wird es schwieriger, den Algorithmus durch Spam zu bescheißen (Wie es vielleicht doch manchen gelingen könnte, das werde Ich in einem der nächsten Beiträge erläutern). Manchmal hat man auch schlichtweg Glück und rankt nach Zufallsprinzip gut. Doch Alles in Allem habe Ich schon von sehr vielen Leuten gehört, dass sie ein für alle Mal mit SEO quitten möchten. Ziemlich schade, wenn man bedenkt, dass darunter so viele Brains sind, die nicht nur eloquent, sondern auch technisch sehr versiert sind. Eigentlich sollten diese Menschen einfach nur die Art Ihrer Seiten neu erfinden und auf die soziale Schiene gehen (Ich meine Facebook und Co., nicht das Altenheim(obwohl Ich absoluter Befürworter von sozialen Tätigkeiten bin)). Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, Geld zu machen. Nach meinen Einschätzungen ist das Ergebnis von Pinguin, dass nun ein wenig mehr aussortiert wurde – und nur noch Leute im Game bleiben, die bereit sind, die neuen Spielregeln anzunehmen. Genau das wird das Game leichter machen. Du musst nur die neuen Spielregeln erlernen und schließlich anwenden.

Hat es Dich erwischt?

Wenn auch Du betroffen bist vom Pinguin, dann schreibe Doch einen Kommentar dazu. Vielleicht hast Du ja schon eine Idee, wie es bei Dir weitergeht.

3 Gedanken zu „Nach dem Pinguin-Update: SEO ist ein Premium-Saunaclub“

  1. Also, guter Artikel erstmal.
    Dann, daß mit dem Forum und vBulletin ist eine gute (goldene Idee) ich bereits vor 2 Jahren beherzigte. Ich habe zwar bewusst auf das vbSeo verzichtet (weil es meiner meiner Meinung nach früher oder später auch von Google abgestraft wird), aber eine gute Justierung, sowie eine intelligente robots.txt – macht aus einem Themenforum, schon eine brutal gute Contentschmiede.

    Anfangs hatte ich auch oft Angst vor evtl. updates. Da ich aber nie was mit „blackhat“ zu tun hatte, merke ich, das es mir auch nicht übel genommen wird.
    Obwohl SEO doch ein sehr weit auszulegen möglicher Begriff ist, verstehe ich es Grundsätzlich so; den (echtne) Nutzern eine gute und informative Seite zu bieten. Das einzige was ich versuche zu beeinflussen (aber nur durch gute Inhalte und usability) ist, die Aufenthaltszeit und Rückkehrbereitschaft meiner Besucher zu erhöhen.

    Beste Grüße
    und viel Erfolg

    PS: der Titel deiner Seite lautet noch „Beispiel-Seite“

    1. Hey,

      weshalb genau denkst Du, dass vbSeo irgendwann zu Abstrafungen führen könnte?

      Ich sehe das mit der Aufenthaltszeit auch als sehr wichtig an. Die bounce rate schön unten halten…

      Wie lange dauerte es bei Dir, bis Dein Forum zum Selbstläufer wurde?

      Gruß
      Bishopnn1

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