Kostenfalle Affiliate Marketing: Weed-out Strategie anwenden

Zu viele Domains

Zu viele DomainsVielleicht bist auch Du Affiliate Marketer und SEO zugleich und kannst Dich an Deine Anfangszeit erinnern. Oft war es nicht das fertige Projekt, sondern nur der Gedanke an eine Domain, der einem schon Geld brachte… Zumindest in der eigenen Fantasie 😉

Mit der Zeit stellt man dann fest, dass es doch nicht so vorteilhaft ist, viele Domains zu besitzen. Bevor Du weiterliest, solltest Du Dir selbst die Frage beantworten: „Weiß Ich genau, wie viele Domains Ich besitze und was diese kosten?„. Auf diese grundlegende Frage folgt auch schon die zweite: „Weiß Ich, wann die nächste Zahlung fällig ist?„. Bei mir war es bis vor einer Weile leider so, dass Ich eine fast dreistellige Anzahl von ungenutzten Domains besaß. Wer kennt nicht diese anfänglichen Sessions, bei denen man nach Keywords stöbert und immer wieder auf den heiligen Gral stößt, der so vielversprechend aussieht, dass man in seinen Gedanken schon mit dem CLS 500 zur Uni oder Arbeit fährt. Arbeit? Ich meinte natürlich Golf-Spiel, pardon. „Woow, 5000 Suchanfragen im Monat und nur 2000 indexierte Seiten zu dem Begriff! Die Domain finanziert dann meinen nächsten P*scha-Besuch…“

Zu viele Domains zu besitzen hat zwei gravierende Nachteile: Erstens kosten sie nicht nur einmalig Geld – und zweitens projektieren sie sich nicht von selbst. Wer jetzt meint, er könnte ins Domaining-Business einsteigen, soll diesem Wunsch ruhig hinterhereifern. Ich gehe einfach mal vom Durchschnittsaffiliate aus. Gerade als Anfänger sollte man seine Kosten möglichst gering halten. Auch Reiche Menschen drehen oft jeden Pfennig drei Mal um, bevor sie ihn ausgeben.

Aufräumen ist angesagt – Meine Weed-out Strategie

Die Strategie ist ganz simpel und besteht aus drei Teilen:

  1. Ich kaufe nur Domains, zu denen Ich bereits mindestens zwei Artikel geschrieben habe
  2. Ich behalte nur jene Domains, die sich innerhalb von einem Jahr refinanzieren
  3. Ich halte mich davon ab, für neue Keywordideen nach freien Domains zu suchen.

Damit sich Domains nicht ansammeln, muss man eine Übersicht erschaffen, in der man (etwa tabellarisch) festhält, wie viel das Projekt monatlich bringt, wie viel die Domain kostet und wann der nächste Abrechnungszeitpunkt ist. Damit man die Kündigung nicht verschläft, kann man eine solche tabellarische Übersicht zum Beispiel so anlegen, dass man in einer Excel-Arbeitsmatte für jeden Monat ein Tabellenblatt hat. Wem es zu viel Arbeit ist, jeden Monat die Einnahmen jeder Domain zu übertragen, der kann auch einfach mit Farben arbeiten und einen Domainnamen grün markieren, wenn er sich in diesem Jahr bereits refinanziert hat. Natürlich lässt sich dieses Prinzip auch für Hosting-Accounts gut anwenden, sofern man irgendwann die (Kosten-)übersicht verliert.

Für wen lohnt sich das?

Für alle, die sich „mittelklassige Domains“ à la „<Nischenname>fuchs24.com“ registrieren und nicht vorhaben, erstklassige Domains für den Weiterverkauf zu sammeln. Nochmal: Gerade dann, wenn Du am Anfang stehst und noch nicht genau weißt, welche Methoden im Internet Geld bringen, solltest Du dir mehrmals überlegen, ob Dir allein ein Domainname schon Geld bringen wird.

Mit der Zeit wird es immer motivierender, wenn Du eine Nische gefunden hast und Dir sagst: „Ich schreibe nun X Artikel mit jeweils 1234 Wörtern und registriere mir dann diese Domain als Belohnung!“. Ich will jetzt nicht den Eindruck hinterlassen, dass Ich eine Contentproduzierende Maschine bin, doch allein die Tatsache, dass man merkt: „Schreiben und erstellen von Content kosten Zeit!“ lässt einen letztendlich zwei Mal überlegen, welches Projekt er als nächstes in Angriff nehmen wird und ob ein sofortiger Domain-Kauf nötig ist. Das gilt natürlich auch dann, wenn man Outsourcing betreibt. Ich habe mir schon mehrmals eine Domain gekauft, vorgenommen, jemanden für die Texte anzuheuern und es dann wochenlang links liegen lassen wie die Mathe-Hausaufgaben früher.

Bildquelle: The Booklight

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