So erstellst Du mit LSI den besten SEO-Content im Universum

Suggest Scraper Longtails

Dies ist der erste Teil meiner Content-Artikelreihe. Hier geht es darum, wie man „auf eigene Faust“ tollen Content erstellt.  In den nächsten Artikeln werde Ich fast alles mit Dir teilen, was ich bis heute über Content im Allgemeinen gelernt habe.

Du bist also ein Webmaster und hast vielleicht auch mitbekommen, dass ein Stück guten Contents Dich vor den Suchmaschinen wie einen Wasserspender in der Sahara dastehen lassen kann.

Da das Wort kann fett geschrieben ist, stellst Du Dir vielleicht die Frage, warum ein gut geschriebener Artikel alleine nicht ausreicht, um gut positioniert zu werden. Um die Suchmaschinenalgorithmen von heute bis ins kleinste Detail verstehen zu können, benötigt man vor Allem ein Sixpack Bier. Hat man dieses genüsslich verzehrt, ist man in seinen Gedanken auf einem Level, das Denkvorgänge erschwert und uns zu den primitiven menschlichen Wurzeln zurückführt. Man wird entspannter und betrachtet das ganze Spiel vereinfacht – so wie die Volkswirtschaftslehre versucht, Ordnung ins Chaos zu bringen, so sitzen wir dann vor unserem Mac und denken nach über all die verlorenen Geldesel, die uns im Schlachtfeld genommen wurden… und vielleicht, Lieber Leser, vielleicht kommt dann auch der eine oder andere Gedankenpups zustande, der uns wieder neu motiviert. Bitte kaufe Dir jetzt kein Sixpack Bier, um ein Profi in Suchmaschinenoptimierung zu werden. Und nein, ich bin nicht besoffen. Ich möchte Dir im Folgenden lediglich anschauhaft erläutern, welche Möglichkeiten wir haben, Content zu generieren und weshalb die alten Strategien nicht mehr so funktionieren, wie früher.

Von den Wurzeln zu LSI

Vor ein paar Jahren redete jeder Webmaster noch von Keyworddichte – an jeder Ecke. Fragte man als Knirps jemanden mit mehr Erfahrung danach, wie man denn seine Pokemon-Webseite für das Keyword „Tausche Pokemonkarten“ nach oben bringt, kam auch stets die passende Antwort – Keyworddichte. Also schrieb man tolle Texte, die jeder verstand – und verunstaltete sie danach mit dem Keyworddichte-Hammer gefolgt von traurig-wüsten Überschriften. Da die gängigsten Suchmaschinen noch gar nicht so alt sind, gehe Ich davon aus, dass Du auch schon desöfteren solch mutierten Artikeln begegnet bist, die für uns Menschen fast schon kaum verständlich sind. Das war die Geburtsstunde von Blackhat-Methoden. Ich rede hier von jenen Methoden, die ein paar Pseudo-Gurus immer noch für funktionstüchtig halten und dann Aussagen treffen wie „Tausend Mal Private Krankenversicherung mit weißem Text auf weißem Hintergrund schreiben ist Blackhat-Seo„. Ich kann mir gut vorstellen, dass dies für eine kurze Zeit tatsächlich funktionierte. Doch der Punkt ist, dass man die Keyworddichte mathematisch auswerten kann. Es liegt doch auf der Hand, dass eine Suchmaschine ihre Daten schnell auf verdächtige Muster untersuchen und somit schnell diejenigen Websites rausfiltern kann, die mit den Tricks übertreiben. Das ist schon längst passiert. LSI ist das Wort, das nun den Stellenwert der Keyworddichte eingenommen hat. LSI steht für Latent Semantic Indexing (zu deutsch nicht etwa „Landesspracheninstitut“ sondern „Latent semantische Indexierung„). Manchmal sieht man immer noch Websites, die zwar guten Content aufweisen, jedoch keine Abstrafungen im Sinne von schlechten Rankings haben. Betrachtet man solche Artikel näher, stellt man fest, dass die Artikel meist eine Vielzahl von Wörtern aufweisen, die mit dem Hauptkeyword verwandt – oder in sonstiger Beziehung stehend sind. LSI macht die Bewertung von Website-Content humaner. Um nun zu schummeln, muss man schon Ahnung von dem haben, wovon man schreibt (was dann wiederum kein Schummeln mehr ist). Alles läuft auf Qualität hinaus – schummeln fast nicht möglich (wie man trotzdem ganz legal schummeln kann, erfährst Du bald in meinem Blackhat-Ebook, das Ich hier in den nächsten Wochen anbieten werde 😉 ). LSI untersucht Deinen Content insoweit, dass am Ende die Aussage getroffen werden kann: „Bei dieser Webseite geht es definitiv um …„.

So genau kenne Ich mich mit LSI zugegebenermaßen auch nicht aus. Der durchaus kompetente Eisy hat in seinem Artikel über LSI das Thema gut zusammengefasst. Was bei mir allgemein hängen geblieben ist, werde Ich Dir im weiteren Erläutern. Diese Tipps helfen Dir in jedem Fall, Bombencontent zu erstellen! Bis Ich dazu komme, solltest Du jedoch aufmerksam weiterlesen.

Betrachte die Website von oben

Damit man momentan gute Rankings erzielt, sollte nicht nur jeder Artikel gute LSI-Merkmale aufweisen – LSI sollte bereits bei der Themenwahl Deiner Artikel selbst beachtet werden. Betrachte Deine Website mal aus der Makrosicht. Sie sollte wie ein Spinnennetz sein, dessen vom Ursprung ausgehende Fäden jeweils verschiedene – sagen wir mal – Blautöne aufweisen. Zwischen den Hauptfäden führen wiederum kleinere Fäden zu den Hauptfäden. Dies sind bei einer Website zum Beispiel interne Links, die auf wichtige Themenrelevante Artikel (wie Ich es in diesem Fall zum Thema Searchmetrics Essentials mache) verweisen.  Zoomst Du nun raus aus diesem Bild des Spinnennetzes, siehst Du ein kleines, blaues Spinnennetz. „Häh?! Bishop, was hat das denn mit LSI zu tun?!“. Posten wir in unserem Blog mal einen Artikel über Versicherungen, mal über Schwimmbäder und mal über ein Bestattungsunternehmen, dann ist Google nicht wirklich in der Lage, Deiner Website den Titel „Ein Versicherungsmakler geht schwimmen und wird danach bestattet“ zu geben. Es gilt: Authorität aufbauen! Das geht nur, wenn Du permanent Artikel zu einem Themenbereich (was in dem Bild des Spinnennetzes eine Farbe ist) publizierst.

Themenwahl der Artikel

Doch wie finden wir nun die passenden Keywords, für die wir Artikel schreiben? Ich persönlich bin gar kein Fan vom blinden Einsatz von Keyword-Tools. Die Keywords, die Dir „die besten Besucher“ im Sinne von Parametern wie niedriger Bounce-Rate oder Besuchszeit bringen, sind diejenigen, deren konkretes zugrundeliegendes Problem Du mit Deinem Content löst. Wenn Du sehr frequent Artikel zu einem Themenbereich veröffentlichst, bekommst Du von alleine solch „gute Besucher“. Keyword-Tools geben uns lediglich einen guten Anhaltspunkt. Vielleicht hat Dir ein „Reich-über-Nacht-Guru“ ja etwas anderes erzählt. Ich möchte es auch nicht komplett abstreiten – aber: Deine extra für Adsense optimierte Seite über Inkontinenzprodukte wird es nur dann auch noch in ein paar Jahren geben, wenn Du mit Deinem Content das Thema allumfassend beleuchtest. Falls Du mein Lieblings-Keywordtool kennenlernen möchtest, kannst Du es Dir hier kostenlos herunterladen. Ja – man kann dieses Tools wunderbar für Keywordrecherchen und nahezu alles Andere einsetzen.

Es folgt ein konkretes Anwendungsbeispiel: Wenn wir einen SEO-Blog betreiben, ist es hilfreich, sich eine umfassende Mindmap zu erstellen, in der man alle möglichen Themenbereiche rund um SEO integriert. Hat man so mal keine Schreibideen, kommt man durch neues Brainstorming schnell auf weitere Unterpunkte. Hier mal ein konkretes Beispiel (nur ein paar Dinge die mir sofort in den Sinn kamen).

Content mit Latent Semantic Indexing erstellen

SEO-Optimierung von Artikeln mit LSI im Hinterkopf

Ganz ehrlich: Bei einem  SEO Blog wie Revenues.cc denke Ich nicht großartig über LSI nach. Optimierungen sind wohl beim Schreiben mit inbegriffen, wenn man etwas leidenschaftlich gerne macht und im Grunde genommen ist genau dies, was man von uns Webmastern erwartet. Es gibt jedoch auch Themen, über die Ich überhaupt nicht gerne schreibe. Bis man einen Blog mit genug Content gefüllt hat, damit der Traffic kommt, hat man das eine oder andere graue Haar bekommen… Deshalb kann man etwas nachhelfen, indem man die Daten, die uns zu bestimmten Keywords frei zugänglich sind, ein wenig auswertet und damit seine SEO-Texte optimiert.  Hier folgt jetzt eine Schritt für Schritt-Anleitung darüber, wie Ich vorgehe, wenn Ich einen Text optimiere. Wenn Du noch zusätzliche Ideen hast oder auch etwas von Dir preisgeben möchtest, so hinterlasse einen Kommentar dazu. Nehmen wir an, Ich habe bereits mein Keyword „Golden Retriever“ ausgewählt.

1. Einlesen und recherchieren!

Nun würde Ich zunächst nach Quellen suchen, die mich in das Thema einführen. Wikipedia ist zwar gut für den Einstieg, doch wenn Du möchtest, dass sich Deine Artikel von denen der anderen Konkurrenten unterscheiden, so musst Du nunmal ein wenig mehr Arbeit investieren.  Lies Dich also wie gesagt in das Thema ein und besorge Dir anschließend Fachliteratur. Wenn Du keine Lust hast, zur nächsten Bibliothek zu gehen, kannst Du auch sehr gut Google Scholar verwenden. Diese Suchmaschine liefert in der Regel die besten Quellen, um guten Content zu erstellen. Es handelt sich oft auch um wissenschaftliche Quellen, sodass Du beim späteren Schreiben mit wahrem Fachwissen glänzen kannst. Beispiel: Die Google Scholar-Sucha nach „Golden Retriever Zucht“ zeigt: Es kommen nur seriöse Quellen auf – und das ist schonmal viel Wert!

2. Schreiben

Beim Schreiben solltest Du in erster Linie für den Menschen schreiben – nicht für die Suchmaschine. Denke zu keinem Zeitpunkt über Dinge wie die Keyworddichte nach. Schreibe genug Text, um den Leser lange genug „zu fesseln“. Verweise dabei auch immer wieder mit Keyword-Verlinkungen auf andere Artikel, die Du bereits veröffentlicht hast. So „gedeiht unser Spinnennetz“ immer besser. Ich habe oft gelesen, dass ein Artikel etwa 1000 Wörter benötigt, um als gut eingestuft zu werden. Klar, die Länge bzw. der Umfang ist ein gutes Signal für Suchmaschinen. Aber dabei sollte beachtet werden, dass Dir dieser 1000-Wörter-Artikel nichts bringt, wenn die Besuchszeit im Schnitt bei 10 Sekunden pro Besucher liegt. Solche Signale zeigen dann: Langes Ding, bringt trotzdem nichts. Raus damit. Dismissed.

3. Nachoptimierung

Fang zunächst an, zu brainstormen. Schreibe Dir alle möglichen Keywords auf, die etwas mit Golden Retriever zu tun haben. Wenn Du Dich in die Materie eingelesen hast, sollte dies kein Problem mehr sein. Nun optimieren wir unseren Text. Gib dazu das Keyword Deines Artikels bei Google ein. Wir nutzen nun die Daten, die Google uns zur Verfügung stellt, um herauszufinden, welche Keywords Google mit „unserem Keyword“ verknüpft hat. Gib dazu beispielsweise „Golden Retriever“ in Google ein (nicht in Scholar) und starte die Suche. Links auf der Seite klickst Du nun auf „Mehr Optionen“ und dann auf „Verwandte Suchanfragen“. Du solltest nun Folgendes sehen:

Latent Semantic Indexing BeispielDie ganzen Keywords, die mit Golden Retriever beginnen, können wir jetzt erst einmal weglassen (Warum? Kommt gleich…*). Viel interessanter sind die fünf Begriffe rechts. Diese hat Google anscheinend mit dem Begriff „Golden Retriever“ verknüpft. Wie überprüfen wir, ob dies wirklich so ist? Ganz einfach: Wir geben spaßeshalber ein paar von ihnen ein und schauen, ob  „Golden Retriever“ ebenfalls mit ihnen verknüpft ist. Für „Hunderassen“ bekommen wir folgendes Ergebnis:

LSI Keywords für HunderassenNun sehen wir, dass Golden Retriever tatsächlich (wer hätte das gedacht?) in der Liste auftaucht. Die anderen Keywords sind für uns jedoch auch relevant! Notiere sie zu Deiner Liste von LSI-Keywords.

Kannst Du dich noch an „das Spinnennetz“ und meine Mindmap weiter oben im Artikel erinnern? Das was wir hier machen, ist quasi das herausfinden eines perfekten Keyword-Sets, das wir später in unser „Spinnennetz verflechten“ können. In der Mindmap, die wir selbst erstellen würden, stehen andere Wörter, als die, die Google als wichtig erachtet hat. Fakt ist: Die Verwandten Suchanfragen zum Keyword „Hunderassen“ sind auch mit „Golden Retriever“ verwandt – und genau dies setzen wir für unsere Zwecke ein. Du könntest also später beim schreiben Deines Textes das Keyword „welcher Hund passt zu mir“ in etwa so verbauen: „Ich stellte mir schon immer die Frage, welcher Hund zu mir passt.“. Solche grammatischen Umstellungen erkennt eine Suchmaschine heute problemlos.

Okay – und was machen wir mit den Longtail-Keywords, die wir *oben weggelassen haben? An sich können wir auch die Longtail-Endungen (also ohne das Stammkeyword) auch gebrauchen. Doch wozu die wenigen Keywords kopieren, wenn es dafür ein besseres Tool gibt? Gehe zu Ubersuggest.org und wähle „German“ als Sprache aus. Gib zu Testzwecken das Keyword „Golden Retriever“ ein. Wenn das Tool „fertig gescraped“ hat, klicke auf „Select all Keywords“ und anschließend auf der rechten Seite auf „Get“. Das Ergebnis sollte in etwa so aussehen:

Suggest Scraper Longtails

Diese Liste muss nun noch ein wenig weiterverarbeitet werden. Das geht bestimmt viel einfacher in Excel, doch Ich mache es aus Gewohnheit auf folgende Art und Weise:

Kopiere die Liste mit allen Longtail-Keywords und füge sie anschließend in ein gutes Textverarbeitungstool. Ich nutze BBEdit (Mac Os) für diesen Zweck. Ziel ist es, das Hauptkeyword „Golden Retriever“ überall wegzustreichen. Okay, das Folgende ist zugegebenermaßen lediglich eine Spielerei. Ich will sie Dir trotzdem nicht vorenthalten.

Find and Replace Longtails with Empty SpaceBei Replace lasse Ich lediglich ein Leerzeichen. Wenn man nun auf „Replace All“ klickt, bleiben nur noch die Longtail-Endungen ohne das Hauptkeyword übrig:Bearbeitete Liste mit LeerzeichenDoch wie kriegen wir dieses lästige Leerzeichen weg? Ganz einfach! Auf Textmechanik findest Du das Tool, das uns die ganzen Leerzeichen mit nur einem Klick entfernt. Nun haben wir eine saubere Liste:

LSI - Saubere ListeIn der Liste kommen noch einige Einträge mehrfrach vor. Diese kannst Du per Klick entfernen, indem Du ebenfalls bei Textmechanic dieses Tool benutzt.

Suche Dir nun aus der sauberen Liste alle Keywords heraus, die für Deine Website Sinn machen würden. Wörter wie „Lebenserwartung“, „Welpen“, „Pflege“, „Geburt“, „Besonderheiten“ kannst Du Dir in Deine Hauptliste mit den Keywords aus Deinem Brainstorming dazukopieren. Wenn Du das Gefühl hast, die nun entstandene Liste könnte ein paar weitere Keywords „vertragen“, so kannst Du noch Folgendes tun: Gebe Dein Keyword in Google ein und fische eine beliebige Seite heraus, die sich nur um dieses Thema dreht (Wikipedia geht also z.B. nicht). Geh nun auf Alexa.com und gib die Domain ein. Nun solltest Du eine Übersicht bekommen, zu welchen Kewords die Website sonst noch als relevant eingestuft wird. Bei Bedarf einfach in Deine Liste übernehmen…

Nun hast Du eine schöne LSI-Liste mit Wörtern, die auf jeden Fall in Deinem Artikel vorkommen sollten, sodass Suchmaschinen den Artikel als relevant einstufen. Du kannst nun nach Stellen im Text suchen, wo es absolut okay ist, einen weiteren Satz (oder mehrere) einzufügen, die unsere LSI-Keywords enthalten. Vorsicht! Der Text darf nicht an Sinn verlieren. Im Prinzip wird der Eine oder Andere sagen, dass eine solche LSI-Optimierung sinnlos ist. Ich denke, dass man diese Schritte (die übrigens nach mehrmaligem Durchführen sehr schnell von der Hand gehen) durchaus weglassen kann, wenn man sich sehr gut mit einem Thema auskennt und wirklich schon viele Facetten beleuchtet hat. Schaden kann diese Methode Dir jedenfalls nicht – denn durch worklich sinnvolle Content-Ergänzungen steigt lediglich der Mehrwert für Deine Leser. Das wichtigste dabei: Dein Artikel sollte sehr gut lesbar bleiben (again). Optimierungen in diesem Ausmaß sind stets ein Balanceakt, denn:

Der beste SEO-Content im Universum wurde für den Menschen geschaffen.

 

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