B2B Online Marketing Trend – Chatten am Arbeitsplatz

Für die meisten Chefs ist das Chatten am Arbeitsplatz tabu. Wer erwischt wird, braucht entweder eine gute Ausrede oder einen Übergeordneten, der nach dem Laissez-Faire Prinzip handelt. Viele Menschen neigen nunmal zu Ablenkungen – danke liebes Internet 🙂

In diesem Artikel erläutere Ich einen B2B Online Marketing Trend, der sich schon sehr lange in den USA durchgesetzt hat. Dieser Trend ist ausgezeichnet und Business-fördernd. Er nutzt den natürlichen Kommunikationstrieb auf produktive Art und Weise.

Gerade im B2B-Sektor ist es schwer, Leads zu generieren. Da bringt es manchmal auch nichts, sich ein Affiliate-Programm einzurichten, denn wo wenig Traffic ist, müssen die Preise der Produkte/Dienstleistungen ziemlich hoch sein, damit sich B2B Online Marketing Maßnahmen überhaupt rentieren. 10 Besucher am Tag sind nunmal keine Goldmine, wenn die Landingpage nicht professionell optimiert wurde, wenn softwareegonomische Prinzipien der zuständigen Werbeagentur bis ins kleinste Detail missachtet wurden und wenn die Seite von Grund auf nicht auf den Bedürfnissen der Nachfrager basiert – sondern auf den 80er-Vostellungen des Chefs, der ja weiß wie gut sein Unternehmen ist und den Text daher selbst geschrieben hat.

Wie Ich rausfand, dass Chatten gesund für’s Geschäft ist

Vor etwa eineinhalb Jahren kaufte Ich mal eine Website, um Backlinks zu verkaufen (das brachte mir ein paar Sales um die Kosten zu decken, aber um weiter zu machen fehlte mir einfach die Zeit…).

Mit in der Website enthalten war damals ein eingebundenes Chat-Plugin, das Ich zunächst einmal für sinnlos hielt. Wer wird schon in Zeiten von all den aufpoppenden Chatanfragen von „JennyHotGer“ (Ich bin heiß… du willst heute nacht lernen kennen mich?!.. Hallo?? Schreib mich!!) noch auf ein Chatfenster anspringen, dachte Ich mir. Ich peppelte die Website ein wenig auf, erfand ein neues Backlink-Package das aus einer Kombination von Contentlinks, Xrumer, Scrapebox und diversen .edu-Linkquellen (die noch nicht so ausgelutscht waren wie heute) bestand. Anschließend gab Ich bei Fiverr ein Voiceover in Auftrag (Dear customer… Thank you for visiting the only super efficient linkblast-service on the internet… oder so ähnlich) und installierte auf einer separaten .info Domain dann ein Ticketsystem (zu diesem Zweck empfehle Ich übrigens das kostenlose osTicket). Den Preis setzte Ich pro Blast auf fast 130 Dollar (damals hatte mich die Fertigstellung eines Packages etwa 4 Stunden gekostet, der Preis war ziemlich okay…).

Targeting – Wie ein Dartspiel

Beim Dartspielen holt man ja auch keinen Eimer Wasser und schleudert ihn gegen das Brett. Die Wand würde nass werden, doch diese interessiert uns nicht. Wenn Du es jedoch schaffst, mit jeder Maßnahme (bzw. im bildlichen Sinne mit dem Dartpfeil) wenigstens das Brett zu treffen, dann wird auch irgendwann das Bull’s eye dabei sein. Genau das war damals meine Überlegung. Ich wollte keine Streuverluste. Ich wollte auf jene Webunternehmer abzielen, die Geld haben und sich diesen Service leisten können. Ich begab mich auf die B2B-Reise und malte mir im Kopf eine Strategie aus. Zum Aufschreiben keine Zeit, denn Ich brauchte Schotter. Dann postete Ich in diversen Foren und errichtete meinen Fiverr Account, in dem ich kleinere Backlinkpakete anbot. Sie waren quantitativ etwas kleiner als die der Konkurrenz – doch komischerweise reichten Aussagen wie „highest quality links, low OBL“ schon vollkommen aus, um eine hohe Qualität zu suggerieren (Wobei man bei Profillinks über den Begriff „low outbound-links“ nur lachen kann 😀 ). Die Käufer bekamen als Resultat immer fast das Doppelte von der versprochenen Link-Anzahl. Die Dankbarkeit, die bei einigen der Kunden entstand, konnte man gut „weiterverwenden“. Ich schrieb jedem der Käufer zurück, dass sie sich doch bitte meinen ganz besonderen Service anschauen sollen. Das lief ganz gut, doch die Käuferrate war nicht zufriedenstellend.

Dann entschloss Ich mich dazu, das Chatplugin zu testen…

Unglaublich, wie gut das funktioniert. Ich will mich nicht wie eine pubertierende 14-Jährige anhören die erfährt, dass sich Justin Bieber gerade im Umkreis von 300km aufhält.. Doch mein Herz schlägt absolut für diese Methode der Leadgenerierung. Du wirst niemals menschlichen Grips, menschlichen Charme sowie Verkaufstalente vollständig durch einen Automatismus oder eine Website ersetzen können. Innerhalb von einem Tag hatte Ich drei Bestellungen. 3 x 129 Dollar an einem Tag. Who’s the student now? 😀 Hielt nicht lange –  nach zwei Tagen des mühseligen monotonen Linkbuildings wars das dann auch mit der Karriere als Linkverkäufer (die Seite gibt’s immer noch, vielleicht ein Anlass, sich mit Outsourcing zu beschäftigen).

Dann setzte Ich diesen Online Marketing Trend immer wieder ein. Diesmal musste ein Offline-Unternehmen herhalten. Ich fasse mich kurz: In Zeiten des Pull-Marketings…. in denen ein Produkt oder eine Dienstleistung dermaßen gut (gebrandet) sein sollte, dass die Kunden die Bude einrennen… kann man im B2B-Bereich trotzdem nicht auf kleine Tricks verzichten, wenn man bessere Resultate erzielen möchte.

Wie man schnell mal einen Lead „erchattet“

Zunächst einmal möchte Ich Dir die Livehelp-Software Zopim vorstellen. Du kannst Dir auf der offiziellen Zopim-Website einen kostenlosen Zugang erstellen (limitiert auf 2 parallele Chats, aber das reicht zum Testen vollkommen aus). Wenn Du Dich registriert hast, musst Du nur noch einen kleinen Codeschnipsel in Deinen Websitecode einbetten – und dann lediglich im Zopim Dashboard diverse Dinge nach Deinen Präferenzen einstellen (Name des Supporters, Aussehen der Chat-Bar etc.). Jedes Mal, wenn ein neuer Besucher auf die Website kommt, wirst Du sofort im Dashboard benachrichtigt. Dort kannst Du z.B. einsehen, aus welchem Land der Besucher kommt und wie lange er schon auf Deiner Website verweilt. Du musst ihn nur noch anschreiben! Falls Du viele Besucher hast, kannst Du auch Shortcodes einrichten. Das sind kurze Tastaturbefehle, die auf dem Bildschirm des Besuchers eine von Dir vordefinierte Nachricht aufpoppen lassen. Ich empfehle Dir, für den Anfang 5 verschiedene Willkommensnachrichten zu testen. Wenn Du merkst, dass es einen Winner unter diesen gibt, kannst Du nur noch ihn verwenden. Böser Trick: Frauennamen ziehen besser. Ob du diesen Trick umsetzen, oder lieber Deinen wahren Namen angeben möchtest bleibt Dir selbst überlassen. Ich persönlich finde es nicht allzu verwerflich, einen Frauennamen einzusetzen. Die meisten meiner Kunden waren Männer… Zopim kannst Du auch in Aim integrieren. Das coole an Aim ist, dass Du es auch z.B. auf einem mobilen Gerät installieren kannst. Im Zopim-Dashboard musst Du das ganze einmal konfiguren (alles selbsterklärend, doch wenn Fragen auftreten einfach mal einen Kommentar schreiben) und schon läuft Deine Leadmaschine wie geschmiert.

B2B Online Marketing
Lass euch nicht hinters Licht führen 🙂

Das Geheimrezept für einen schnellen Lead gibt es nicht, doch die folgende Strategie lässt sich sehr gut anwenden: Sofern Du einen „gut ziehenden“ Standard-Willkommenstext hast, musst Du lediglich warten, bis einer zurück schreibt. Falls er Fragen hat, schlägst Du ihm einen Rückruf vor. Die meisten freuen sich über einen solch guten Service und rücken prompt ihre Telefonnummer heraus. Schon hast Du den Lead 🙂 Jetzt hängt alles von Deinen Verkauftalenten am Telefon ab.

Hoffe sehr, Ich konnte ein paar neue Anreize für Dein Business geben. Wenn Dir der Artikel gefällt, dann vergiss nicht ihn zu facebooken. 🙂

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