„Mein Adsense Account wurde deaktiviert!“ – Alternativen?

Adsense Account gebannt oder deaktiviert...Nein, mein eigener Adsense-Account wurde nicht deaktiviert. Das würde mir persönlich auch nicht wirklich schaden, da Ich fest davon überzeugt bin, mit ein wenig Zusatzarbeit mehr aus meinem Traffic holen zu können, als Ich mit Adsense verdienen kann. Vielleicht ist es ja Dir passiert und Du stehst nun da, mit geöffneter Kinnlade, vor Angst geweiteten Pupillen und erstellst Dir schnell einen Account bei Flippa, um all die mit Blutschweiß aufgebauten Projekte, die Du mit Adsense monetarisiert hast, zu verticken. Ja, ich bin gemein und herzlos. Nicht – denn Ich gebe Dir nun ein paar Tipps, die Deine Titanic wieder passagierfähig machen können.

  • 1. Annahme: Du trauerst nicht Deinem Adsense-Account hinterher

Sieh es einfach ein. Zieh Deine rosarote Brille aus und vergiss die Alte… Sie war zwar schön anzusehen, hatte große Argumente, die für sie sprachen… Aber Du wolltest immer nur das Geld. An ihre Regeln für eure Beziehung wolltest Du Dich anscheinend auch nicht halten… Vielleicht war es ja auch einfach nur ein Missverständnis… Dann kannst Du immer noch ihre besten Freundinnen kontaktieren und um erneute Kontaktaufnahme bitten –  doch Ich kann Dir sagen, wie das Endet: Das endet womöglich im Nirgendwo. Kollege, schau mal: Halt Dich bitte am nächsten Objekt fest, denn was Ich Dir jetzt sage ist echt schwer verdaubar… Deine Alte hat zu Millionen anderer Männer und Frauen Beziehungen. Da kann sie gut auf Dich verzichten. Um im Endeffekt, wie Ich schon sagte, wolltest Du eh nur ihr Geld. Lass uns einschenken und es uns gemütlich machen, hier im Interwebs Club auf Revenues.cc, dem SEO Club Blog und ein wenig Abstand von Deiner Ex nehmen

  • 2. Annahme: Du trauerst dem Geld hinterher

Okay, wir müssen eine Lösung finden. Mach mal kurz den Flippa.com-Tab zu und konzentriere Dich wieder auf das, was Du im Hier und Jetzt hast. Du hast Deine Webseiten. Du hast eine Emailadresse und Du hast Traffic. Warum verziehst Du dann noch immer Dein Gesicht, wenn Ich den Namen Deiner Ex erwähne? Oh verstehe, ich hab meinen eigenen Adsense-Account auf. Das verstört Dich ein wenig, ich mach den Tab zu. Weiter im Geschäft.

  • 3. Annahme: Dein Traffic kann viel mehr als Du denkst

Das, was zwischen euch beiden gelaufen ist… waren vor Allem Besucherströme. Ehrlich, wir schreiben so oft über Traffic und Besucherströme, als wären diese ganzen Menschen nicht mehr als ein bisschen zähflüssiger Grießbrei, den man vom Topf auf den Teller schüttet. Dabei ist jeder einzelne Besucher, der unsere Klickzahl inkrementiert ein Mensch wie Du und Ich, der gerade auf der Suche ist. Abgesehen von dem Fall, dass Du ein Esoterik-Webmaster bist, meine Ich mit der Suche nicht jene nach dem Sinn, sondern jene nach Informationen oder Bestätigung. Und herauszufinden, wonach genau Deine Besucher suchen, kann Deine Titanic wieder zum Laufen bringen. Anton H. aus München gibt nicht „BluRay Player Modell 23283 Test“ ein, um das vierte Mal die Spezifikationen dieses in der Tat leistungsfähigen Gerätes zu lesen. Er will einfach nur hören: „Anton H., kauf das Ding! Du kannst Dir damit Avatar zum achten Mal anschauen und dabei Chips mit Currygeschmack essen!„. Wenn wir uns mal wirklich bewusst hinsetzen und genau darüber nachdenken, was eigentlich hinter den Keywords steckt, die Menschen in eine Suchmaschine so eingeben und dann auf unserer Website landen, so sind wir in der Lage, unsere Website noch besser zu monetarisieren als lediglich irgendwelche CPM Geschichten (Cost per million Anzeigen sind gemeint) über einen hochqualifizierten Technikblog laufen zu lassen. Wenn Du Dich von Adsense und Co. entfernen willst, hast Du die folgenden Möglichkeiten:

Entscheidung für die richtige Adsense Alternative

„Schluckst Du die blaue Kapsel, ist alles aus. Du wachst in Deinem Bett auf und glaubst an das, an was Du glauben willst. Schluckst Du die rote Kapsel, bleibst Du im Wunderland – und Ich führe Dich in die tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus….. Bedenke: Alles was Ich Dir anbiete ist die Wahrheit – nicht mehr.“ – Zitat aus Matrix.

In Deinem Fall liegt die Entscheidung zwischen den Adsense-Alternativen: Weiterhin auf der Banner-Schiene und Externe-Werbeanbieter-Schiene bleiben oder aber den Blog auf eigene Faust zu vermarkten.

Die Blaue Kapsel – wir sparen Zeit und Arbeit mit Alternativen zu Adsense

Es gibt eine Vielzahl von Anbietern, die eine gute Alternative zu Adsense darstellen. In manchen Fällen findet man einfach keine andere Möglichkeit, seine Werbeflächen zu monetarisieren, weil man in Themenbereichen ist, deren Besucher einfach keine „buying intention“ aufweisen. Ich denke, dass man sich einfach Zeit sparen kann, wenn man auf die folgenden Adsense-Alternativen zurückgreift und die Denkarbeit den Advertisern überlässt. Wir sind ja hier auch bei der blauen Kapsel – wie Du noch mehr rausholen kannst, erfährst Du nach der Einnahme der roten Kapsel weiter unten.

Contaxe – Bidding-Platform für Werbeflächen. Schau’s Dir an, sieht recht nett aus. Bietet auch Intext-Werbung an, die Ich persönlich überhaupt nicht mag, da ich diese, abgesehen vom eigenen Einbau von Affiliate Links im Content, irgendwie immer als störend empfinde.

Adscale – Adscale hat eine recht hohe Reichweite. Es soll Leute geben, die damit sehr gut verdienen. Aber auch ein MediaBuyer kann guten Profit mit Adscale machen, wenn er passende Programme auf dafür relevanten Werbeflächen bewirbt (und wenn man sich den Showroom mal betrachtet, findet man recht günstige Werbeflächen).

Ich könnte hier noch ein paar andere Anbieter wie zum Beispiel Infolinks aufzählen… Mach ich aber nicht, denn nach meinem persönlichen Testlauf mit Infolinks war Ich sehr enttäuscht.

Die rote Kapsel – Denken wie ein Businessman

Nun hast Du die rote Kapsel geschluckt. Sofern Du keine ernsten Nebenwirkungen verspürst, geht es jetzt mit den meiner Meinung nach besten Alternativen zu Adsense weiter. Wie Ich bereits schrieb, musst Du genau die Bedürfnisse Deiner Besucher kennenlernen. Auch Umfragen können zu diesem Zweck erstellt werden. Hast Du Deine Besucherintention erkannt, kannst Du nach passenden Partnerprogrammen suchen. Affiliate Marketing ist meiner Meinung nach der schlichten Bannerwerbung stets vorzuziehen, denn vor Allem bekommst Du pro Lead oder Sale viel mehr Geld am Ende heraus (Deine EPC sind bei richtiger Platzierung der richtigen Programme um einiges höher, als sie beispielsweise mit Adsense wären). Natürlich hängt es stets von Deiner Nische ab, ob denn die Partnerprogramme gut zahlen. Ob sich Deine Website zum Einsatz von Affiliate Marketing eignet, kannst Du durch die Beantwortung folgender Fragen herausfinden:

  1. Handelt mein Thema ansatzweise von tangiblen Produkten, die man über das Internet bestellen kann?
  2. Gibt es Informationsprodukte zu meinem Thema, die exklusive Informationen bereitstellen und ein Partnerprogramm besitzen?
  3. Biete Ich den Lesern mit meinem Content einen Mehrwert und habe wiederkehrende Besucher?
  4. Gibt es zu meinem Thema komplementäre Produkte, die über das Internet vertrieben werden? (Beispiel: Schreiben wir über neue Automodelle, so könnte man nach Partnerprogrammen für Winterreifen Ausschau halten.

Vor Allem dann, wenn Du Frage 1 mit „Ja“ beantworten kannst, empfehle Ich Dir das Amazon Partnerprogramm. Ich persönlich bin seit Jahren Mitglied und sehr erstaunt darüber, wie gut Besucher konvertieren. Bei Amazon findest Du so ziemlich jeden Kram für das Leben, den man kaufen kann. Auch komplementäre Produkte zu Deiner Nische könntest Du bewerben. Ich empfehle Dir, die Links ganz subtil in Deinen Artikeln zu verteilen. Intext-Werbung zieht aus Erfahrung viel besser als die ganzen Widgets (bei mir zumindest). Du musst die Links auch nicht maskieren. Dass dies einen Einfluss auf die Conversionrate hat ist pures Gelaber. Amazon ist dermaßen gut Conversion-optimiert, dass Du einfach nur Besucher mit ein wenig Geld in der Tasche in den Shop schicken musst, um im schlimmsten Fall immer noch eine CR von 1% zu haben. Lustige Story dazu: Ich hatte mal eine Nischenseite, deren Zielgruppe Mütter mit gerade Neugeborenem waren… Auch wenn mal nicht mein beworbenes Produkt gekauft wurde, so landeten immer wieder Ratgeber zur Erziehung oder sogar zur Luststeigerung im Warenkorb… Ich bin absoluter Amazon-Fan!

Abgesehen vom Amazon Partnernet, solltest Du Dir am besten auch Accounts bei den gängigsten Affiliate-Netzwerken erstellen (Liste folgt bald) und dort nach Produkten suchen, die Du gut bewerben kannst.

Nun gibt es auch exotischere Möglichkeiten, die Du umsetzen kannst.

Membership-Modell nutzen

Wenn es zu Deinem Thema eine Audienz gibt, die bereit ist, für exklusive Informationen Geld zu bezahlen, so kannst Du an Dein Projekt ein Membership-Abo dranknüpfen. In einem nur für „Zahler“ zugänglichen Bereich bietest Du einfach mit regelmäßigen Updates exzellente Inhalte an, die man nicht einfach im Internet findet. Natürlich geht das nur bei manchen Themen. Für Nischenseiten zum Thema „Haarausfall vorbeugen“ wirst Du wohl keine Menschen damit monatlich binden können. Für diesen Zweck gibt es allein für WordPress eine Vielzahl verschiedener Plugins (z.B. „MemberWing“), mit denen man ein solches Vorhaben realisieren kann.

Eigenes Produkt entwerfen

Gerade dann, wenn Du zu einem Thema mehrere Websites hast und den Einsatz von Affiliate Marketing ausschließen möchtest (oder kannst, weil es einfach keine Partnerprogramme gibt) so lohnt sich eine erneute Analyse Deiner Besucherstruktur. Dazu kannst Du auf Frage- und Antwortportalen wie Gutefrage nach Leuten suchen, die offene Fragen oder Probleme zu Deinem Thema haben. Nutze dafür zum Beispiel die Google-Abfrage: site:gutefrage.net haarausfall+“was kann ich“+warum

Versuche alle Emotionen zu notieren, die die Menschen zu dem Thema haben. Versuche ebenfalls alle Probleme zu notieren, die diese Menschen im Detail lösen wollen. Die Emotionen, die sie äußern, kannst Du beim Bewerben des später fertiggestellten Produktes verwenden (Wir alle kennen diese Werbungen, die mit „Fühlen Sie sich auch manchmal…..“) beginnen. Die Probleme benötigen wir, um nach guten Lösungen zu finden. Nun ist dieser ganze Ebook-Bereich sehr umstritten, da in vielen Ebooks nur Müll steht, den man im Internet auch so finden kann. Wenn Du Dich jedoch mit echten Profis zusammensetzt und ein Produkt oder Ebook entwirfst, das tatsächlich all die Probleme der Menschen lösen kann, dann gibt’s einerseits von mir den „Daumen hoch“ und andererseits Geld – und nicht gerade wenig, in manchen Fällen. Du hast mit einem eigenen Produkt nämlich den Schritt zu einem Business gemacht, das nun nicht mehr nur von Dir selbst beworben wird, sondern auch von anderen Affiliates beworben werden kann. Das wahre Geld liegt nunmal im eigenen Produkt.

Fazit zu Adsense Alternativen

Wir sind stets bestrebt, schnell Geld zu verdienen. Die Frage ist, wie viel Aufwand es bedarf, um exponentiell steigend mehr zu verdienen – zum Beispiel durch eigene Produkte und Partnerprogramme. Zunächst habe Ich in diesem Artikel die zwei Alternativen Contaxe und Adscale vorgestellt, die Ich selbst auf die Schnelle auch einbauen würde (je nach Situation). Im Anschluss habe Ich versucht, Dir zu verdeutlichen, dass Traffic immer nur so viel Wert ist, wie viel man sich mit den Besuchern auseinandersetzt. Das Verständnis der Besucher auf detaillierter Ebene bringt Dir das meiste Geld. Wenn Du für jede Unterseite ein anderes, jedoch genau passendes Partnerprogramm finden kannst, verdienst Du locker das X-Fache von dem, was Du durch ein grobes, Themenspezifisches Partnerprogramm verdienen kannst. Dass die Königsdisziplin hier das Erstellen und Bewerben eigener Produkte ist, habe Ich auch erwähnt. Was Ich nicht erwähnt habe, ist das Sammeln von Leads und der Aufbau von Email-Listen. Das wäre dann in einem Satz auch abgehakt. Ich wünsche Dir noch viel Spaß in der Matrix – vergiss Deine Ex. 🙂

photo credits: kirainet / Lel4nd via photopin cc

1 Gedanke zu „„Mein Adsense Account wurde deaktiviert!“ – Alternativen?“

  1. Interessant, daß du das Amazon-Affiliate-Programm erwähnst. Meine Erfahrung mit ihren Bannern und Widgets ist genau wie Deine (funktionieren überhaupt nicht) — der einzige Weg, mit Amazon Geld zu verdienen ist, soviele Besucher wie möglich zu Amazon zu schicken.

    Übrigens: Websites, die die 30-40 % Adblock-Benutzern nicht hinnehmen wollen, sollten lieber Spenden für die Besucher möglichst leicht machen. Meiner Erfahrung nach spenden Besucher, wenn man es leicht macht und die Spendenrate mit A/B-Tests konstant optimiert. Ich hab aus meiner Lösung inwzischen auch ein Produkt gebastelt, das ihr unter http://eaio.com/de/ findet.nn1

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